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Die Geschichte der Post

Gasthaus Seehaus Buchholz Chausseestrasse

Die Geschichte der Post

Aufgeschrieben von Annette Heese im April 2016

Die Geschichte der Post ist in Buchholz eng mit der Familie Mahlow verbunden.

1924 gab es bei Mahlows schon das erste Telefon. Für die Post zuständig war Gustav Mahlow.

Die Familie wohnte in der Dorfstraße 33. Das Haus wird heute  noch von seinem Urenkel Dirk bewohnt. Zum Bereich der Post gehörten zur damaligen Zeit auch die Orte Niebel, Niebelhorst, Kemnitz und Lühsdorf. Das Austragen in diesen Orten übernahm der Sohn Paul, schon bevor er später das Amt von seinem Vater übernahm.

Das Haus der ehemaligen Post heute im Jahr 2017

Im Jahre 1948, schon mit 16 Jahren, übernahm dann die Tochter das Amt, und wurde somit in Buchholz die „Anneliese von der Post“.

Da zu dieser Zeit im Ort noch kaum jemand ein Telefon hatte, war die Post eine sehr wichtige Anlaufstelle. So gehörte es auch zu den Aufgaben der Postfrau, Benachrichtigungen an die Leute im Dorf weiterzuleiten – egal ob erfreulich oder traurig.

Oft standen die Leute „Schlange“, wenn etwas telefonisch erledigt werden musste, und alle Wartenden wussten ebenfalls Bescheid, was es denn zu erledigen gab.

Aber auch viele Geldgeschäfte wurden bei der Post abgewickelt.

Anfang der 60 Jahre wurde die Poststube dann in die Chausseestraße 40 verlegt, da Anneliese nun verheiratet war, und zu ihrem Mann , Walter Seehaus, zog.

Bei Regen, Sturm und Sonnenschein hat sie dieses Amt bis 1992 ausgeführt. Sie starb Anfang 2017.

Das alte Postfahrrad von Frau Seehaus ist immer noch intakt und wird noch heute zum Spaß von der Familie genutzt.

Das Haus der Familie Seehaus wurde 1830 errichtet, und ist eines der ältesten in Buchholz. Es war ein Bauernhaus mit Gastwirtschaft und Pferdeumspannstation. Handelsleute, die zwischen Berlin und Leipzig verkehrten, haben sich hier erholt. Groß- und Kleinkutscher waren angestellt.

Bis in die 50iger Jahre gab es die Gaststätte, dann zog die BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft ) bis in den 60iger Jahren dort ein.

Heute 2016 erscheint das Haus in neuem Glanz. Es wurde liebevoll von der Familie und dem Schwiegersohn , Bernd Güldner, restauriert, der auf dem Grundstück jetzt eine Zimmerei betreibt.

 

Zimmerei Güldner im Sommer 2016

Zimmerei Güldner im Sommer 2016

Gasthaus Seehaus Buchholz Chausseestrasse

Gasthaus Seehaus Buchholz Chausseestrasse

Gasthof König von Preussen im heutigen Haus der Zimmerei Güldner (2017)

1 Kommentare

  1. Und nicht zu vergessen bewohnt auch unser Buchholzer Storchenpäärchen das Dach eines Gebäudes der Zimmerei Güldner. Jahr für Jahr freuen wir uns am Storchennachwuchs und warten auch in diesem Jahr auf die baldige Ankunft der beiden gefiederten Dorfbewohner, wenn sie aus ihrer Winterresidenz zurück kehren.
    Vielen Dank an Familie Güldner!

    Danke auch für die vielen schönen Artikel, die es auf der Seite unterdessen gibt!
    Kerstin

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