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Kulturelles Leben in Buchholz

Kultur in Buchholz

Das kulturelle Leben in Buchholz

von Annette Heese aufgeschrieben im Februar 2017

Wie wir unserer Chronik (25 Seiten, Seite 20) entnehmen können, wurde in Buchholz schon im Jahre 1919 ein Geselligkeitsverein „Eintracht Buchholz“ gegründet, und es gab schon immer viele kulturelle Aktivitäten, wie zum Beispiel das Hahnereiten, Fastnachten, Erntefeste und so weiter, die auch nach Gründung der DDR weiter durchgeführt wurden. Da kamen dann noch die jährlichen Frauentagsfeiern dazu, die immer sehr ausgiebig und ausgelassen begangen wurden.

Hahnereiten

Zempern

Zempern

Kinderfest

Kinderfest

Einen großen Anteil am kulturellen Leben hat hier bei uns die Blasmusik. Das Orchester wurde im Jahre 1958 von Richard Stein, Willi Herrmann, Hans Scholz, Paul Herrmann und Gerhard Schubert  gegründet. Es hat sich ständig entwickelt und Buchholz weit über seine Grenzen bekanntgemacht. Die Musiker treffen sich einmal wöchentlich zur Probe. Das Fest der Blasmusik ist das größte jährliche Event in unserem Dorf. In diesem Jahr wird das 50. Fest der Blasmusik gefeiert.

JugendBlasorchester Buchholz

Jugendblasorchester Buchholz in den 60ger Jahren

Fest der Blsmusik 2016 (Silja Müller)

Fest der Blasmusik 2016 (Foto:Silja Müller)

Um das kulturelle Leben besser organisieren zu können, wurde im Jahre 1966 der Dorfklub gegründet. Die Leitung übernahm Erwin Kaplick. Außerdem waren Vera Scholz, Werner Gürtler und Günter Müller hier aktiv tätig. Im Jahre 1970 übernahm Rainer Sommer die Leitung des Dorfklubs und wirkt seit dem unermüdlich für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Buchholz. So wurden neben den traditionellen Festen auch regelmäßig Tanzveranstaltungen durchgeführt, die bis zur Schließung der Gaststätte Wunderlich, Anfang der siebziger Jahre, immer abwechselnd in beiden Gaststätten stattfanden. Immer wurde auch eng mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammengearbeitet, die oft der Träger der Veranstaltungen war.

1968 wurde ein Männerchor gegründet, der sich ca. zwei Jahre hielt.

Auch zu DDR- Zeiten war das Erntefest immer mit einem Kindertanz und anschließendem Lampionumzug verbunden. Auf dem Hof der durchführenden Gaststätte wurden eine Kegelbahn und Schießbuden aufgebaut

Das „Hahnereiten“ zu Pfingsten hatte auch eine sehr lange Tradition.

Hahnereiten

Hahnereiten

Nach dem Mittagessen versammelten sich alle jungen Reiter des Dorfes vor der Gaststätte Wunderlich (Dorfstrasse 18), um dann mit Musik und vielen Zuschauern, auch aus den Nachbardörfern, zum Sportplatz zu reiten. Dort stellten sie ihr Können und ihre Geschicklichkeit auf dem Pferd unter Beweis. Der Höhepunkt der Veranstaltung war das Abschlagen eines an einer Stange befestigten Metallhahnes. Dazu stellten sich die Reiter im Kreis auf und bemühten sich im vorbeireiten den Hahn abzuschlagen. Wenn es geklappt hatte, galloppierte der Reiter eine Ehrenrunde unter dem begeisterten Beifall der Zuschauer.

Ehrendamentanz bein Hahnereiten

Ehrendamentanz bein Hahnereiten

Anschließend gab es eine Siegerehrung. Die Preise wurden von den jungen Mädchen des Dorfes überreicht, die sich dafür besonders schick angezogen haben. Dann ging es zurück ins Dorf , um in der Gaststätte das Tanzbein zu schwingen.

Mit der Auflösung der LPG Typ I gab es dann bald nicht mehr genug Pferde im Dorf. Deshalb arbeiteten ab 1970  die Buchholzer Reiter mit einem Treuenbrietzener Reiterverein zusammen. Die Vorführungen wurden nun noch perfekter und ausgereifter. So wurden auch Quardrillien gefahren. 1970 und 1971 wurden die anschließenden Tanzveranstaltungen sogar in beiden Sälen durchgeführt. Das letzte Reiterfest war im Jahre 1982.

Hahnereiten

Hahnereiten

In den siebziger und achtziger Jahren wurde im Herbst immer ein bunter Abend organisiert. Dazu wurden Chöre aus umliegenden Orten eingeladen.

In den Jahren 1985 bis 89 gab es alle vier bis fünf Wochen einen Jugendtanz, der am Wochenende oft von 17 bis 22 Uhr stattfand. Sogar die Gruppe „Keimzeit“ spielte im Oktober 1988 hier. Carsten Albrecht und Dirk Mahlow waren zu der Zeit als Vertreter der Jugendlichen im Dorfklub tätig.

Das Kinderfest sowie die Rentnerweihnachtsfeier wurden immer durchgeführt. Dazu wäre zu erwähnen, dass 1985 zum ersten mal Waffeln beim Kinderfest gebacken wurden und sich diese Tradition bis jetzt gehalten hat.

Auch ein Preisskat wurde über Jahrzehnte bis ca. 2005 regelmäßig monatlich durchgeführt.

Rainer Sommer organisierte in den achtziger Jahren auch oft Busfahrten zu Veranstaltungen nach Berlin in den Friedrichstadtpalast oder zu anderen Bühnen mit Abendessen. Was gerne von den Buchholzern angenommen wurde.

20170114 Zempern Dorfstrasse

20170114 Zempern Dorfstrasse (Foto:LP)

Nach der Wende musste vieles erst neu organisiert werden. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, unsere Traditionen weiterzuführen oder auch wieder aufleben zu lassen.

Annette Heese

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